Stabilität und Verlässlichkeit bei der Rente IG Metall Paderborn stärkt lokale Versichertenarbeit

Bildüberschrift: Treffen der IG Metall Paderborn mit ihren Versichertenältesten der Deutschen Rentenversicherung: (v. l.) Martin Freitag, Günter Neumann, Rainer Fieseler, IG Metall-Bevollmächtigter Felix Wagner und Edwin Borek; nicht im Bild: Bernhard Schäfers.

Versichertenälteste

25. Juni 2026 25. Juni 2026


IG Metall Paderborn stärkt lokale Versichertenarbeit

Stabilität und Verlässlichkeit bei der Rente

 

Die IG Metall Paderborn hat sich in einem Treffen ihren Versichertenältesten der Deutschen Rentenversicherung intensiv über die aktuellen rentenpolitischen Entwicklungen ausgetauscht. Anlass waren die jüngsten Vorschläge der Alterssicherungskommission sowie die Positionierung des IG Metall-Vorstandes.

Auf Einladung von Felix Wagner, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Paderborn, kamen die ehrenamtlich engagierten Versichertenältesten und IG Metaller Günter Neumann, Edwin Borek, Martin Freitag und Rainer Fieseler zusammen. Bernhard Schäfers war verhindert. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie eine stabile und verlässliche Alterssicherung vor Ort gesichert und weiterentwickelt werden kann.

 

Klare Kante für eine solidarische Rente

Felix Wagner betonte die Bedeutung einer starken gesetzlichen Rentenversicherung: „Die Diskussionen auf Bundesebene zeigen erneut, wie wichtig eine verlässliche und solidarische Rente ist. Auch hier in Paderborn erwarten die Beschäftigten zu Recht, dass ihre Lebensleistung anerkannt wird. Wer jahrzehntelang gearbeitet und Beiträge gezahlt hat, muss sich auf das Rentensystem verlassen können – ohne Abstriche.“ Zugleich verwies Wagner auf die breite gewerkschaftliche Unterstützung dieser Position: „Nicht nur der Vorstand der IG Metall, sondern auch die großen Tarifkommissionen in NRW und in allen anderen Bezirken haben sich klar zum Rentenpaket positioniert. Gerade bei der Rente nach 45 Versicherungsjahren stellen wir uns hart auf und sind kampfbereit: Dieses Instrument muss bleiben! Wenn man die hohen Belastungen etwa im Schichtbetrieb berücksichtigt, ist das eine Frage der Gerechtigkeit.“

Mit Blick auf die betriebliche Praxis ergänzte Wagner: „Gerade wenn es um Personalabbau geht – etwa bei Sanierungstarifverträgen oder Sozialplänen – brauchen wir die Rente nach 45 Jahren als verlässliches Instrument, um faire und sozialverträgliche Übergänge in den Ruhestand zu ermöglichen.“ Er unterstrich zudem die Bedeutung bewährter Instrumente wie der Altersteilzeit, die häufig die notwendigen Brücken in die Rente nach 45 Versicherungsjahren baut: „In Zeiten des industriellen Wandels brauchen wir sichere und planbare Übergänge. Die Gefährdung erfolgreicher Modelle wäre das falsche Signal an die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben unserer Region.“

 

Praxisperspektive aus der Rentenversicherung

Rainer Fieseler, Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung und Mitglied im Ortsvorstand der IG Metall Paderborn, brachte die Perspektive aus der täglichen Beratungsarbeit ein: „Wir erleben in den Beratungen, wie groß der Bedarf an klaren und verlässlichen Regelungen ist. Die Menschen brauchen Verlässlichkeit – keine Kürzungen. Das solidarische Umlagesystem hat sich über Jahrzehnte bewährt. Es muss gestärkt werden. Dazu kann eine vernünftig investierte Kapitaldeckung einen Beitrag leisten. Wichtig ist, dass die Kapitaldeckung das bisherige Rentenniveau nur erhöhen kann, also zusätzlich erfolgt. Und es ist entscheidend, dass diese neue Säule von den Arbeitgebern mitfinanziert wird.“

Fieseler hob zudem hervor, dass die persönliche Beratung durch die Versichertenältesten ein unverzichtbarer Bestandteil des Systems ist:
„Gerade vor Ort in Paderborn leisten wir ehrenamtlichen Versichertenältesten einen wichtigen Beitrag, damit die Menschen ihre Ansprüche kennen und durchsetzen können.“

 

Starke ehrenamtliche Struktur vor Ort

Das Treffen machte deutlich, dass die IG Metall Paderborn auf eine engagierte und kompetente ehrenamtliche Struktur bauen kann. Die Versichertenältesten sind wichtige Ansprechpartner für Versicherte und Rentnerinnen und Rentner in der Region. Felix Wagner abschließend:
„Wir werden uns auch hier vor Ort weiter dafür einsetzen, dass die gesetzliche Rente stark bleibt, die betriebliche Altersversorgung ausgebaut wird und die Interessen der Beschäftigten konsequent vertreten werden. Eine sichere Rente ist kein Luxus, sondern eine Frage von Respekt und sozialer Gerechtigkeit.“