Entlastungen: Beschäftigte aus dem Hochstift machen erfolgreich Druck

Bundesregierung handelt in richtiger Richtung: IG Metall-Aktion „Krisengewinne abschöpfen – Kosten deckeln“ zeigt Wirkung

Mehr als 1000 Mitglieder und Beschäftigte aus dem Hochstift haben sich beteiligt

IG Metall Paderborn-Chef Konrad Jablonski: „Durch diese Krise kommen wir nur mit sozialer Gerechtigkeit. Die Bundesregierung muss jetzt nachbessern.“

 

Die Forderung der IG Metall Paderborn nach weiteren Entlastungen angesichts der steigenden Energiepreise hat die Politik in Berlin bewegt: Mit ihrem angekündigten dritten Entlastungspaket hat die Ampel-Koalition Forderungen der IG Metall aufgegriffen. „Gewerkschaftliches Engagement und Solidarität zahlen sich aus. Das ist ein Erfolg für unsere Mitglieder und die Beschäftigten im Hochstift“, sagt Konrad Jablonski, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Paderborn.

Innerhalb weniger Wochen hatten sich mehr als 1000 IG Metall-Mitglieder und Beschäftigte in den Betrieben in den Kreisen Paderborn und Höxter an der IG Metall-Unterschriftenaktion „Krisengewinne abschöpfen – Kosten deckeln!“ beteiligt. Bundesweit schlossen sich über 200.000 Menschen dem Appell an die Politik an.

Konrad Jablonski: „Die breite Unterstützung der Menschen im Hochstift setzte ein klares Zeichen. Die Bundesregierung muss bei den jetzt beschlossenen Maßnahmen jedoch nachsteuern und der auch profitgetriebenen Inflation Einhalt gebieten. Durch diese Krise kommen wir nur mit weiteren Entlastungen und sozialer Gerechtigkeit.“ Die Preis-Krise treffe alle: zuhause, im Supermarkt oder an der Zapfsäule. „Es war überfällig, dass die Bundesregierung entsprechend unserer Forderung jetzt endlich Studierende sowie Rentnerinnen und Rentner entlastet“, fügt Konrad Jablonski hinzu. Allerdings seien die weiteren Maßnahmen für Durchschnittshaushalte unzureichend oder zu ungefähr.

Konkret forderten die Teilnehmenden gemeinsam mit der IG Metall unter anderem, mit einer Übergewinnsteuer Entlastungen für die Allgemeinheit zu finanzieren. „Leider bleibt die Bundesregierung bei vielem sehr vage: Die Strompreisbremse ist wichtig, aber sie springt zu kurz. Über den Gaspreisdeckel darf nicht nur gesprochen werden, die Bürger*innen sind auf ihn angewiesen“, sagt Konrad Jablonski.

Die IG Metall Paderborn setzt sich jetzt auch an anderer Stelle für mehr Geld im Portemonnaie ein: Mitte September starten die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie. „Unsere Forderung ist klar: Wir brauchen 8 Prozent mehr. Die ganz große Mehrheit der Unternehmen verdient weiterhin gut, die Auftragsbücher sind voll. Die Beschäftigten haben gerade in der Preis-Krise jetzt ihren gerechten Anteil an den Gewinnen verdient“, erläutert Konrad Jablonski.