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„Wir feiern die Ehe für Alle“

Wir dokumentieren hier die Pressemitteilung des Paderborner Bündnis für Demokratie und Toleranz:

 

„Wir feiern die Ehe für Alle“

PARTEIEN UND GEWERKSCHAFTEN BEZIEHEN POSITION

Parteien und Gewerkschaften sowie die Initiative paderbunt, der Infoladen und die Antiras-Gruppe „ausbrechen“ aus dem Bündnis für Demokratie und Toleranz unterstützen die Veranstaltung von PaderPride, die am Freitag, den 14. Juli um 17:30 Uhr vor dem Rathaus in Paderborn startet. Wer Lust und Laune habe, nach der Kundgebung am Rathaus an einem liebevollen und friedlichen Flashmob in der Nähe der Herz-Jesu-Kirche teilzunehmen, sei herzlich eingeladen, den Teilnehmern der AfD Veranstaltung zu zeigen, wie friedlich, normal und offen Beziehungen zwischen Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht sein können.

„Welch‘ ein Fest, welch ein Grund zum Feiern. Nach jahrelanger, folgenloser Debatte haben der Deutsche Bundestag und der Bundesrat endlich den Weg frei gemacht für die vollständige, rechtliche Gleichstellung der Ehe auch für homosexuelle Partnerschaften. Lesben und Schwule, die ihr Leben in einer Ehe leben wollen, brauchen keine Sondergesetze mehr“, erklären Beate Röttger-Liepmann (SPD) und Johannes Menze (Grüne).

Homosexuelle werden endlich nicht mehr diskriminiert, sie sind jetzt auch juristisch Teil der gesellschaftlichen Normalität. Das war nicht immer so. Obwohl der § 175 StGB erst Ende 1994 aufgehoben wurde, gab es seit Ende der 60er und Anfang der 70er Jahren gesetzliche Veränderungen, die lesbische und heterosexuelle Handlungen nicht grundsätzliche unter Strafe stellten. Bis dahin galten die Gesetze der Nazizeit.

Homosexuelle galten als Staatsfeinde: Ihnen drohten Gefängnis, Zwangskastrationen, Umerziehung und viele starben in den Konzentrationslagern.

Nun ruft die AfD in Paderborn ebenfalls am 14. Juli zur Teilnahme einer Kundgebung gegen die im AfD-Jargon „ideologischen Gleichschaltung der Ehe auch für homosexuelle Paare“ auf. In ihrem Aufruf bezeichnen sie die Ehe für Alle als „einen nationalen Kulturzerfall“.

Mit dem Motto „Wir feiern die Ehe für Alle“ setzen wir einen kreativen Kontrapunkt gegen die Rückwärtsgewandten der AfD. Politisch ist die Ehe für Alle ein Faktum. Das gilt es in aller Öffentlichkeit zu feiern“, meint Martin Menacher vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB)